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EPICURO PRIMITIVO DI MANDURIA DOC

Epicuro Primitivo: Der Schwiegermutter-Killer

Coop und Denner überschlagen sich ja im Moment mit Weinmessen und Degustationen am Laufmeter. Bei solch einer, genauer gesagt in meinem Lieblingseinkauf-Center dem Letzipark, entdeckte ich den Epicuro Primitivo. Genauer gesagt eigentlich erst mit dem super Marketing Heftli, welches der Denner da Epicuro Primitivo di manduria 2006auflegt „der kleine Weinliebhaber“. Kennt ihr das Heftli? So A5 gross mit vielen Bildli von zufriedenen Denner Kunden. In dem Fall von Filomena und Fedele N. Hausfrau und Strassenbauer. Die beiden machen also Werbung für den Primitivo, der mit 18 Punkten vom Weinseller bewertet wird. Das war dann auch der Ausschlag für ein erneuten Kurzbesuch bei der Denner Filiale meines Vertrauens. 18 Punkte für Fr. 8.95 muss man probiert haben. Besonders dann, wenn daneben Herr und Frau Lilo und Rene S. sie Textildesignerin und er Mathematiker einen dreimal teureren Brunello mit derselben Punktzahl anbieten. Man erkennt sofort wer auf dem Boden geblieben ist und wer ein wenig intellektueller unterwegs ist. Ganz klarer Fall!

Also noch kurz zur Weinempfehlung des Tages, dem Epicuro Primitivo: Super fruchtig, weich im Gaumen und fast schon etwas gar süss. Halt so ein super gepimpter Primitovo, sehr modern mit 14,5% Alkohol im Saft. Kann man nicht viel falsch machen. Würde sagen bei dem Wein klappt es sogar mit der Schwiegermutter. Darauf gebe ich euch mein Wort. Gesetzten Fall sie trinkt Alkohol. Meine tut das nicht, wovon das tut hier nichts zur Sache. Denn sie würde wenn schon denn schon wohl eher zum Brunello greifen.

Fazit: Wer auf Moderne, schwere, leicht süsse Primitivos steht, wird hier gut bedient.

weinliebhaber

Weinfacts:
Alc.: 14%
Trinkreife: ab sofort bis 2017
Auszeichnungen: 18 Punke Wineseller

Das Letzte: Gewusst? Zinfandel (in Italien Primitivo genannt) ist eine rote Rebsorte. Zinfandel-/Primitivo-Rotweine können infolge des hohen Zuckergehalts der Traube höhere Alkoholwerte (13 bis 15Volumenprozent) erreichen. Die Weine zeichnen sich durch ein charakteristisch würziges, an Zimt, Nelken, schwarzen Pfeffer und dunkle Waldfrüchte erinnerndes Aroma aus.

Chateau Roquegrave, Cru Bourgeois, Médoc AOC

Chateau Roquegrave

Neulich wieder mal ein Streifzug durch den Denner gemacht und bei den Bordeaux hängen geblieben. Bei meiner Filiale um die Ecke stehen neuerdings ein paar 2009er im Gestell. Ich tat dann (meiner Meinung nach) etwas ganz mutiges und griff zum 2009er Chateau Roquegrave, ein Cru Bourgeoise aus dem Medoc für genau Fr. 9.95. Schon krass dachte ich: „Unter zehn Franken“. Mit leichtem Zweifel ob so was überhaupt geniessbar ist, griff ich zur Flasche, bezahlte und ging nach Hause.  CHÂTEAU ROQUEGRAVE

Dort angekommen lag sie erst mal ein paar Tage rum, bis ich mich schliesslich eine passende Gelegenheit fand die Flasche zu öffnen. In der Zwischenzeit wollte ich mich im Netz ein wenig recherchieren, aber die Jungs im vom Chateau haben nicht mal eine Homepage.

Ich entschloss mich also ein Rotwein Risotto zu kochen, im Falle der Inhalt der Flasche Chateau Roquegrave nicht zu geniessen wäre. Long story Short: Das Risotto war ausgezeichnet. Die Überraschung aber war der Bourgeoise aus dem Medoc. Es ist jetzt nicht so, dass man hier ein grossen Wein trinkt, aber für die knappen 10 Fränkli bekommt man doch einiges geboten: Der Merlot bringt eine schöne Frucht, leicht würzig. Im Gaumen fühlt er sich geschmeidig an und die Tannine die noch da sind, sind eigentlich ganz gut eingebunden.  Es gibt einen schönen Abgang und es ist fast keine Säure festzustellen.

Ein feiner Cru Bourgeois aus dem Medoc

Fazit: Mit dem Roquegrave bekommt man für das kleine Geld erstaunlich viel an Bordeaux geboten. Preis/Leistung würde ich sagen ist fast unschlagbar. Mit der Flasche überrascht man manchen Besuch am heimischen Esszimmer Tisch. Daher eine klare Weinempfehlung von mir, zu kaufen gibt es den Wein bei Denner.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Weinfacts:
Trinkreife: 2013-2017
Trauben: 70% Cabernet, 25% Merlot, 5% petit verdot

Ein steiler Walliser, der Malvoisie

Malvoisie du Valais, eine Cremige Angelegenheit

Im Denner stolziere schleiche ich immer wieder gerne um die Auslage und ziehe mir wahllos eine Flasche aus dem Gestell. Ganz ohne Erwartung und mit den schlimmsten Befürchtungen. Das war früher mal so, als mir langsam das Geld ausging. Sprich, ich konnte mir die teuren Bordeaux und Champagner einfach nicht mehr leisten. Heute bin ich nachweislich vom Etikettensäufer zum frivolen Discount-Trinker mutiert. Also nicht nur, aber ich habe deutlich wenige Angst in Denner zu spazieren, als vor meinem ersten Besuch. malvoisie

Eine Entdeckung sondergleichen machte ich mit dem Malvoisie du Valais AOC, einem vorzüglich, lieblichen Weisswein, mit dem man garantiert jede Frau um den Finger wickelt. Kräftiges Bouquet, viel Frucht und eine feine Säure machen ihn zum idealen Apéro Begleiter. Auch passt er auch sehr gut zu einem scharfen Curry. Bei mir am liebsten mit etwas Serrano. Mit Fr. 11.45 fair im Preis. Ich warte immer auf die 20% Tage und kauf mir je nach Jahreszeit ein, zwei Kisten.

Der Malvoisie (Grauer Burgunder) ist ja eigentlich eine spontane genetische Mutation des Pinot Noir, der seine Farbe gewechselt hat. Gewusst?