Kategorie-Archiv: Rotwein

Rocca Rubia Riserva DOC 2009

Ja den Wein kennt man inzwischen von überall her. Der Denner hatte ihn schon mal mit 50% in der Aktion und auf Ricardo gab es mal eine Europalette von für sagenhafte 15 Fränkli. Natürlich kennt man den Rocca Rubia Riserva mit wenig Kanten und Ecken auch aus diversen Gastro Betrieben in der ganzen Schweiz. Ich hatte meine paar Kisten dazumal bei Zanolari in Chur gekauft.  Dort ist er auch heute noch mit einer der günstigsten Anbieter dieses süffigen Roten. Mit 17.50 sogar ein richtiges Schnäppchen.

Rocca Rubai Riserva 2009

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gab es auch an meinem 40igsten Geburtstag. 35 meiner engsten Freunde habe ich zum Essen eingeladen und für sie gekocht. Es gab Austern und Champagner zum Apero, anschliessend lecker Artischocken-Süppchen gefolgt von selbst gemachten Tagliatelle mit etwas feiner Sugo di Pomodori. Zum Hauptgang gab es dann ein Hohrücken vom Rind mit Kartoffelstampf und glasiertem Gemüse, ganz nach dem Motto “Familien Essen”.

Meine Freunde haben den Abend ganz offensichtlich sehr genossen, süppelten sie nebst Champagner und Weisswein auch noch 20 Magnum Flaschen vom Rocca Rubia weg. Tja, was soll man da sagen: Besser nichts. Lustig wars auf alle Fälle.

Übrigens: der 2011er ist auch total sämpa

 

Faustino Rioja Gran Reserva I, 2001

Faustino Rioja Gran Reserva I, 2001

Mein Bruder dachte, am Vor-Weihnachtlichen Familien-Essen, er mache mit der 50% Aktion im Coop ein super Schnäppchen und tischte uns den Faustino Gran Reserva I von 2001 auf. Leider war meiner Meinung nach der Preis das einzig wirklich gute daran, Aber auch das wird hinfällig wenn der Wein nicht wirklich schmeckt. Denn alle Flaschen die wir getrunken haben, schmeckten verschieden. Leider keine so, dass man wirklich Freude beim trinken bekam. Das ging den anderen wohl ähnlich, gingen doch bei 9 Personen knapp vier Flaschen Rioja. Irgendwann hat es auch unser Gastgeber gemerkt, denn der wechselte noch während dem Hauptgang zu einer Büchse Bier.

2001er-Bodegas-Faustino-Faustino-I-Gran-Reserva

Ondarre Reserva Rioja 2008

Der Ondarre Reserva Rioja

ist zur Zeit in der 50% Aktion im Coop zu kaufen. Musterflasche Rioja beim letzten Einkauf also gleich eingepackt und parat gelegt für zum degustieren. Natürlich wollte ich den Spanier vor Ablauf der Aktion probieren und so blieb mir nicht viel übrig, als ihn gestern Zuhause zu verkosten. Ich muss sagen, dass die Voraussetzungen dafür etwas suboptimal gewesen sind, denn wir waren vorher im Roten Kamm Güggeli fresn. Natürlich war nicht das Güggeli schuld, sondern der Umstand, dass wir dort eine Fläschchen vom 2003er Chateau Lascombes getrunken haben. Das möchte ich hier nicht weiter erörtern, denn da braucht es eigentlich keinen weiteren Kommentar. Auf alle Fälle hier nochmals ein dickes Dankeschön an den edlen Spender des äusserst leckereren Bordeaux (Tipp: Dekantieren und 30min warten und dann Nase tief ins Glas halten und sich die Dämpfe genussvoll ins Hirn ziehen. Herrlich!)

Also zurück zum Thema: Zuhause angekommen, war ich also gerade in einer kleinen weinseligen Stimmung und dachte mir, warum nicht jetzt den Rioja probieren. Direkt in die Karaffe gestürzt, grosses Glas geholt und von hoch oben eingeschenkt so dass es richtig spritzte und tönte als sässe man direkt am Rheinfall. Die Erwartungen waren hoch, denn schliesslich ist die Etikette voll von den Erwähnungen von Preisen, mit denen der Rioja Ondarre ausgezeichnet wurde – und es sind nicht wenige!

Ondarre Reserva Rioja ist Preiskerönt!

Trofeo al “Mejor Reserve de Rioja” 2013, 4 medallas de Oro. Rioja Ondarre Reserva 2008
Trophy “Best Rioja Reserva” 2013, 4 Gold medals.
International Wine Challenge 2013 (Reino Unido)
Sommelier Wine Awards 2013 (Reino Unido)
Berliner Wein Trophy 2013
Monde Selection 2013 in Belgien

Wem von den vielen Preisen noch nicht schwindelig ist und noch etwas googeln mag, der findet dann auch noch die Bewertungen der Weinprofis: Guia Peñin gibt 90 von 100 Punkten und Wine Advocate 88 von 100. Meine Wenigkeit würde die Punkt auch so um die 85-88 Punkte ansiedeln. Aber wie gesagt: Nach dem Lascombes wirds halt schwierig und eventuell werde ich dem Rioja nicht ganz gerecht.

Long Story Short: Der Rioja Ondarre kostet ja jetzt knapp 7 Fränkli anstelle deren 14 (Also so viel, wie er im benachbarten Ausland normalerweise kostet). Und für 7 Fränkli kann man bestimmt nicht meckern. Ein feiner Tischwein für unter der Woche, oder auch mal für eine Party. Daher ruhig 12 Fläschchen kaufen, aber noch nicht trinken, denn ein, zwei Jährchen mag er noch gut vertragen.

Weinfacts:
Dieser Wein reift 16 Monate in kleinen Fässern französischer und amerikanischer Eiche.
Alc.: 14%
Trinkreife: 2014-2017

 

EPICURO PRIMITIVO DI MANDURIA DOC

Epicuro Primitivo: Der Schwiegermutter-Killer

Coop und Denner überschlagen sich ja im Moment mit Weinmessen und Degustationen am Laufmeter. Bei solch einer, genauer gesagt in meinem Lieblingseinkauf-Center dem Letzipark, entdeckte ich den Epicuro Primitivo. Genauer gesagt eigentlich erst mit dem super Marketing Heftli, welches der Denner da Epicuro Primitivo di manduria 2006auflegt „der kleine Weinliebhaber“. Kennt ihr das Heftli? So A5 gross mit vielen Bildli von zufriedenen Denner Kunden. In dem Fall von Filomena und Fedele N. Hausfrau und Strassenbauer. Die beiden machen also Werbung für den Primitivo, der mit 18 Punkten vom Weinseller bewertet wird. Das war dann auch der Ausschlag für ein erneuten Kurzbesuch bei der Denner Filiale meines Vertrauens. 18 Punkte für Fr. 8.95 muss man probiert haben. Besonders dann, wenn daneben Herr und Frau Lilo und Rene S. sie Textildesignerin und er Mathematiker einen dreimal teureren Brunello mit derselben Punktzahl anbieten. Man erkennt sofort wer auf dem Boden geblieben ist und wer ein wenig intellektueller unterwegs ist. Ganz klarer Fall!

Also noch kurz zur Weinempfehlung des Tages, dem Epicuro Primitivo: Super fruchtig, weich im Gaumen und fast schon etwas gar süss. Halt so ein super gepimpter Primitovo, sehr modern mit 14,5% Alkohol im Saft. Kann man nicht viel falsch machen. Würde sagen bei dem Wein klappt es sogar mit der Schwiegermutter. Darauf gebe ich euch mein Wort. Gesetzten Fall sie trinkt Alkohol. Meine tut das nicht, wovon das tut hier nichts zur Sache. Denn sie würde wenn schon denn schon wohl eher zum Brunello greifen.

Fazit: Wer auf Moderne, schwere, leicht süsse Primitivos steht, wird hier gut bedient.

weinliebhaber

Weinfacts:
Alc.: 14%
Trinkreife: ab sofort bis 2017
Auszeichnungen: 18 Punke Wineseller

Das Letzte: Gewusst? Zinfandel (in Italien Primitivo genannt) ist eine rote Rebsorte. Zinfandel-/Primitivo-Rotweine können infolge des hohen Zuckergehalts der Traube höhere Alkoholwerte (13 bis 15Volumenprozent) erreichen. Die Weine zeichnen sich durch ein charakteristisch würziges, an Zimt, Nelken, schwarzen Pfeffer und dunkle Waldfrüchte erinnerndes Aroma aus.

Chateau Roquegrave, Cru Bourgeois, Médoc AOC

Chateau Roquegrave

Neulich wieder mal ein Streifzug durch den Denner gemacht und bei den Bordeaux hängen geblieben. Bei meiner Filiale um die Ecke stehen neuerdings ein paar 2009er im Gestell. Ich tat dann (meiner Meinung nach) etwas ganz mutiges und griff zum 2009er Chateau Roquegrave, ein Cru Bourgeoise aus dem Medoc für genau Fr. 9.95. Schon krass dachte ich: „Unter zehn Franken“. Mit leichtem Zweifel ob so was überhaupt geniessbar ist, griff ich zur Flasche, bezahlte und ging nach Hause.  CHÂTEAU ROQUEGRAVE

Dort angekommen lag sie erst mal ein paar Tage rum, bis ich mich schliesslich eine passende Gelegenheit fand die Flasche zu öffnen. In der Zwischenzeit wollte ich mich im Netz ein wenig recherchieren, aber die Jungs im vom Chateau haben nicht mal eine Homepage.

Ich entschloss mich also ein Rotwein Risotto zu kochen, im Falle der Inhalt der Flasche Chateau Roquegrave nicht zu geniessen wäre. Long story Short: Das Risotto war ausgezeichnet. Die Überraschung aber war der Bourgeoise aus dem Medoc. Es ist jetzt nicht so, dass man hier ein grossen Wein trinkt, aber für die knappen 10 Fränkli bekommt man doch einiges geboten: Der Merlot bringt eine schöne Frucht, leicht würzig. Im Gaumen fühlt er sich geschmeidig an und die Tannine die noch da sind, sind eigentlich ganz gut eingebunden.  Es gibt einen schönen Abgang und es ist fast keine Säure festzustellen.

Ein feiner Cru Bourgeois aus dem Medoc

Fazit: Mit dem Roquegrave bekommt man für das kleine Geld erstaunlich viel an Bordeaux geboten. Preis/Leistung würde ich sagen ist fast unschlagbar. Mit der Flasche überrascht man manchen Besuch am heimischen Esszimmer Tisch. Daher eine klare Weinempfehlung von mir, zu kaufen gibt es den Wein bei Denner.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Weinfacts:
Trinkreife: 2013-2017
Trauben: 70% Cabernet, 25% Merlot, 5% petit verdot

Chateau Nenin, Pomerol, Bordeaux

Chateau Nenin

Ich war kürzlich bei einer guten Freundin im Ferienhaus ihres Verlobten, ein erfolgreicher Anwalt zu Besuch eingeladen. Nach reichlich Champagner (ein Geschenk des letzten Besuches) machten wir uns auf in den Weinkeller, wo wir uns durch ein paar Duzend Geschenk-Kartons wühlten. Anwalt hätte man werden müssen, dachte ich mir. Die bekommen ganz offensichtlich einiges an feinem geschenkt.

Nach langem Suchen fanden wir zwei Flaschen Merlot lastigen Chateau Nenin 2000er welchen wir für würdig fanden zu probieren. Gesagt getan, nach einem kurzen Besuch im Kühlschrank (draussen waren es 29°) war der Nenin auf Betriebstemperatur. Muss sagen: ein sehr gelungener Pomerol, der schon nach 15 min im Glas seine volle Power zeigte. Sehr elegant, schön eingebundene Tannine, fruchtig, kurz um: Wer noch vom 200er Bordeaux irgendwo was findet, der soll unbedingt zuschlagen, denn Chateau Nenin hat hier ein hervorragender Pomerol abgeliefert. Jetzt bis ca. 2017 geniessen.

Chateau Nenin

Ein feiner Bordeaux – lecker Pomerol!

Info: Mit der Übernahme von Chateau Nenin durch Michel und Jean-Hubert Delon 1997 hat das Weingut eine rasante Entwicklung gemacht. in den 25 Hektar Weinbergen wurde ein Drainagesystem installiert, Michel Rolland wurde als beratender Önologe hinzugezogen, der Anteil an neuen Barriques erhöht und die Kellertechnik perfektioniert. Seit dem Tod des Vaters im Jahre 2000 produziert Jean-Hubert Delon mit seiner Schwester, denen auch Leoville Las Cases gehört, nun auf Nenin sehr konzentrierte Weine mit intensiver Frucht und elegantem Stil. Übrigens: Habt ihr gewusst, dass Chateau Nenin keine Klassifizierung aufweist? Also weder Cru Burgoise noch Premier oder Grand Cru. Das nenne ich echte Bescheidenheit.

ButtonMoevenpickWeinfacts:
Trinkreife: Jetzt perfekt zum trinken. Bis 2020
Alc.: 13%