Kategorie-Archiv: Bordeaux

Chateau Roquegrave, Cru Bourgeois, Médoc AOC

Chateau Roquegrave

Neulich wieder mal ein Streifzug durch den Denner gemacht und bei den Bordeaux hängen geblieben. Bei meiner Filiale um die Ecke stehen neuerdings ein paar 2009er im Gestell. Ich tat dann (meiner Meinung nach) etwas ganz mutiges und griff zum 2009er Chateau Roquegrave, ein Cru Bourgeoise aus dem Medoc für genau Fr. 9.95. Schon krass dachte ich: „Unter zehn Franken“. Mit leichtem Zweifel ob so was überhaupt geniessbar ist, griff ich zur Flasche, bezahlte und ging nach Hause.  CHÂTEAU ROQUEGRAVE

Dort angekommen lag sie erst mal ein paar Tage rum, bis ich mich schliesslich eine passende Gelegenheit fand die Flasche zu öffnen. In der Zwischenzeit wollte ich mich im Netz ein wenig recherchieren, aber die Jungs im vom Chateau haben nicht mal eine Homepage.

Ich entschloss mich also ein Rotwein Risotto zu kochen, im Falle der Inhalt der Flasche Chateau Roquegrave nicht zu geniessen wäre. Long story Short: Das Risotto war ausgezeichnet. Die Überraschung aber war der Bourgeoise aus dem Medoc. Es ist jetzt nicht so, dass man hier ein grossen Wein trinkt, aber für die knappen 10 Fränkli bekommt man doch einiges geboten: Der Merlot bringt eine schöne Frucht, leicht würzig. Im Gaumen fühlt er sich geschmeidig an und die Tannine die noch da sind, sind eigentlich ganz gut eingebunden.  Es gibt einen schönen Abgang und es ist fast keine Säure festzustellen.

Ein feiner Cru Bourgeois aus dem Medoc

Fazit: Mit dem Roquegrave bekommt man für das kleine Geld erstaunlich viel an Bordeaux geboten. Preis/Leistung würde ich sagen ist fast unschlagbar. Mit der Flasche überrascht man manchen Besuch am heimischen Esszimmer Tisch. Daher eine klare Weinempfehlung von mir, zu kaufen gibt es den Wein bei Denner.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Weinfacts:
Trinkreife: 2013-2017
Trauben: 70% Cabernet, 25% Merlot, 5% petit verdot

Chateau Nenin, Pomerol, Bordeaux

Chateau Nenin

Ich war kürzlich bei einer guten Freundin im Ferienhaus ihres Verlobten, ein erfolgreicher Anwalt zu Besuch eingeladen. Nach reichlich Champagner (ein Geschenk des letzten Besuches) machten wir uns auf in den Weinkeller, wo wir uns durch ein paar Duzend Geschenk-Kartons wühlten. Anwalt hätte man werden müssen, dachte ich mir. Die bekommen ganz offensichtlich einiges an feinem geschenkt.

Nach langem Suchen fanden wir zwei Flaschen Merlot lastigen Chateau Nenin 2000er welchen wir für würdig fanden zu probieren. Gesagt getan, nach einem kurzen Besuch im Kühlschrank (draussen waren es 29°) war der Nenin auf Betriebstemperatur. Muss sagen: ein sehr gelungener Pomerol, der schon nach 15 min im Glas seine volle Power zeigte. Sehr elegant, schön eingebundene Tannine, fruchtig, kurz um: Wer noch vom 200er Bordeaux irgendwo was findet, der soll unbedingt zuschlagen, denn Chateau Nenin hat hier ein hervorragender Pomerol abgeliefert. Jetzt bis ca. 2017 geniessen.

Chateau Nenin

Ein feiner Bordeaux – lecker Pomerol!

Info: Mit der Übernahme von Chateau Nenin durch Michel und Jean-Hubert Delon 1997 hat das Weingut eine rasante Entwicklung gemacht. in den 25 Hektar Weinbergen wurde ein Drainagesystem installiert, Michel Rolland wurde als beratender Önologe hinzugezogen, der Anteil an neuen Barriques erhöht und die Kellertechnik perfektioniert. Seit dem Tod des Vaters im Jahre 2000 produziert Jean-Hubert Delon mit seiner Schwester, denen auch Leoville Las Cases gehört, nun auf Nenin sehr konzentrierte Weine mit intensiver Frucht und elegantem Stil. Übrigens: Habt ihr gewusst, dass Chateau Nenin keine Klassifizierung aufweist? Also weder Cru Burgoise noch Premier oder Grand Cru. Das nenne ich echte Bescheidenheit.

ButtonMoevenpickWeinfacts:
Trinkreife: Jetzt perfekt zum trinken. Bis 2020
Alc.: 13%

 

Château Cambon la Pelouse

Château Cambon la Pelouse

Vor ca. einem halben Jahr war ich für ein paar Tage  wegen eines Unfalls in der Klinik Hirslanden einquartiert. Es war nichts ernstes, doch der Baulärm war doch empfindlich über dem erträglichen und so gab es zur Wiedergutmachung eine Flasche Château Cambon la Pelouse 2001er. Ich trug die Flasche also mit nach Hause und öffnete sie ein paar Tage Später. Ich setzte mich auf mein Sofa und tat nichts, ausser meinen Heilungschancen etwas mit Rotwein nachzuhelfen und konzentrierte mich voll auf mein Glas. Denn ich war mir sicher: Das habe ich mir verdient. Cambon la Pelouse war mir gänzlich unbekannt und der Umstand, dass der quasi von meinem Arzt verschrieben wurde, stürzte mich nicht gerade in grosse Erwartungen.

 

Cru Bourgeois supérieur

Der Wein war anfänglich etwas verschlossen, öffnete sich aber nach einer Stunde sehr angenehm. Überhaupt war die Flasche ein voller Genuss! Kräftig in der Struktur, saftig und kernig mit langem Abgang mit erstaunlich viel Frucht. Ein Cru Bourgeois der sich sofort in mein Herz schloss und heute zu einem meiner Lieblings Weinen zählt. Ich habe mir darauf gleich eine Kiste vom 2009er gesichert und habe Mittlerweile auch noch ein paar Flaschen vom 01er gefunden. Darauf freue ich mich jetzt schon! Für mich ein sehr gutes Preis/Leistung und daher eine klare Kaufempfehlung. 

Gefunden bei Mövenpick-Weine

Château Cambon la Pelouse